Montag, 13. Mai 2013

unter drei - noch was gelernt

Was im Jargon der Presse "unter drei" bedeutet, kann man nachschlagen. Das ist so ein bisschen wie beim Skat, wobei es nicht viel zu reizen gibt: unter eins, unter zwei, unter drei.
Was mach ich mit einer Information, die ich nicht weitergeben darf? Immerhin hab ich sie und kann warten, bis sie reif ist und/oder bis sie in Kombination mit einer anderen zu Aha-Erlebnissen führt.
Alles was wir "unter drei" beim Bloggertreffen erfahren haben, kann nicht an die Öffentlichkeit.
An die Öffentlichkeit kann immerhin, dass es katholische Blogger gibt, die so hart im Netz angegangen werden, dass sie lieber anonym bloggen. Das ist mir neu. Über die Tatsache bin ich dermaßen erstaunt, dass sie genau so zu verarbeiten ist wie ähnliche erstaunliche Informationen des Wochenendes. In einem Land, in dem die Kirche als Unterdrückungsapparat in der Öffentlichkeit diffamiert wird, der Pastor aber auch mal gerne in Krisensituationen herbeigerufen wird, in der Öffentlichkeit kommuniziert wird, ... in einem freien Land, in dem Christen nicht auf offener Straße totgeprügelt werden, nicht entführt und gefoltert werden, ... in unserem Land gibt es Christen, die die Öffentlichkeit so sehr fürchten, dass sie lieber anonym über ihren Glauben bloggen.
Das hab ich mir mal genauer angeguckt. Tatsächlich gibt es Blogbeiträge mit ellenlangen Kommentarblöcken voller Hass.
Ich halte meine Beobachtungen fest und die Mails, die mancher aus der Blogözese privat an mich schrieb. Das sind Fakten, anonyme Zeugnisse. Aber wofür?

Kommentare:

  1. Das ist eine interessante Vorgehensweise: Eine Welt zu basteln, um sie dann zu verstehen.

    Liebe Grüße, Peter Esser

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    1. versteh ich nicht, erklä#r mal

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    2. Ich meine nur, liebe Dorothee, daß ich die meisten E-Mails ja durch den offenen Verteiler, den ihr eingerichtat habt, auch erhalten habe. Ich finde deine Zusammenfassung einer angeblichen »Furcht« der Blogger in diesen Mails nicht wieder. Im Gegenteil: Alle Antworten, so weit ich sie gelesen habe, waren freundlich gehalten. Und das obwohl die unautorisierte Veröffentlichung vertraulicher Tagungsdaten eine recht heikle Sache ist.

      Aber ich habe ohnehin Schwierigkeiten, weil bei mir in erster Linie ankommt, daß euch etwas gewaltig gestört hat (was ihr ÖFFENTLICH schreibt), aber ich nicht weiß, was genau, da irgendwie keine konkreten Punkte formuliert wurden.

      Nun ja, jedenfalls kommt mir die Wahrnehmung von ellenlangen Kommentarblöcken voller Haß schon ziemlich unfair vor. In meinem Blog gibt es so etwas nicht. Und so weit ich weiß, in keinem anderen Blog der Blogözesenteilnehmer.

      Egal. Ich bin immer für ein Gespräch offen. Was ich nicht mag, ist, öffentlich mit irgendwelchen Pauschalurteilen belegt zu werden.

      Liebe Grüße, Peter

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    3. Nachtrag: Ich hab euren Blog in meiner Blogroll verlinkt.

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    4. ja, schön, danke für die Aufnahme in euren Blogroll, alles andere versteh ich nicht

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  2. Hintergrundgespräche (unter drei) haben ihren Sinn darin, Sachverhalte besser verstehen und einordnen zu können. Sie sind ein sehr wichtiger Teil journalistischer Arbeit, denn Ereignisse zeigen ja nur die Außenseite des Geschehens. Der Hintergrund liefert oft erst die Verstehensbasis, die es ermöglicht, daraus eine sinnvolle Nachricht zu machen. Insofern kann der Wert von Hintergründen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wir alle werden davon profitieren können.

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  3. Passt gut zum Thema: der Factomat, Aktion von Die Zeit zum Bundestagswahlkampf https://faktomat.adhocracy.de/instance/faktomat

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